Befund in der Schwangerschaft

Manchmal ist eine Spaltfehlbildung bereits im Ultraschall sichtbar. Für die Eltern ist der Befund anfangs ein Schock, jede Fehlbildung/Behinderung weckt Ängste. Das ist verständlich. Knüpfen Sie so früh wie möglich Kontakte mit Fachpersonen, Organisationen und anderen betroffenen Eltern. Mit den Aufgaben wachsen und über sich selbst hinauswachsen...und einfach Eltern sein, glücklich und gut informiert!

Die Geburt

Die Geburt eines Kindes mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte kann der Beginn einer wunderbaren und besonderen Liebesbeziehung sein, so wie es natürlich jede Geburt des eigenen Kindes ist. Es gibt daher keine Einschränkungen beim Geburtsort, auch eine außerklinische Geburt (Hausgeburt oder Geburtshaus) kann in Absprache mit der betreuenden Hebamme möglich sein.  

Hausgeburt ist möglich

Unser drittes Kind war meine erste Hausgeburt. (Ich hätte alle meine Kinder mit einer Hausgeburt zur Welt bringen sollen.).In der gewohnten Umgebung in Ruhe und Geborgenheit im Kreise meiner Lieben so ein kleines Baby  (Seelchen) zu gebären ist wundervoll! Viel schöner als im Krankenhaus- ich konnte mich bewegen und machen wie ich es wollte. Nach ca. 4 Stunden Wehenarbeit kam unsere kleine Ida-Marie in der tiefen Hocke vor unserem Schwedenofen zur Welt. Wir waren erst erschrocken und besorgt über die Spalte, weil wir nicht wussten, ob andere Fehlbildungen vorlagen. Nach einer kurzen ambulantern Untersuchung im Krankenhaus stand fest, dass es eine Lippen- Kieferspalte ist. Wir sind ganz "normal" damit umgegangen. Wir haben sie überall mit hingenommen und haben sie auch getauft mit ihrer Spalte. Das Stillen klappte von Anfang an super, nur das sie mehr Luft einzog und dadurch Blähungen hatte. Ida-Marie ist nun 20 Monate alt und ich stille sie noch. Inge H.

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Buchtipp: "Luxus Privatgeburt", "Besonders wenn sie lacht" und "Unser Baby kommt zu Hause", edition riedenburg). Lassen Sie sich vor allem keine Angst machen und genießen Sie die Zeit Ihrer Schwangerschaft.

 

Kurzbeschreibung

Melanie, die Mama des 7-jährigen Lukas, ist schwanger. Zum Glück lernt sie durch einen Zufall Hebamme Maja kennen, und schon bald steht für Melanie fest: Unser Baby wird zu Hause auf die Welt kommen! Mamas Hebamme besucht die Familie regelmäßig daheim, und Mama fühlt sich pudelwohl. Auch Papas Nervosität ist bald verflogen. Gemeinsam warten alle geduldig auf die Ankunft des neuen Geschwisterchens. Ob es im Wasser zur Welt kommen wird? Immerhin hat Mama ein großes Gebärbecken im Wohnzimmer aufgeblasen. Dann ist es endlich so weit: Mama bekommt Wehen, und die Geburt kann beginnen...

Zusätzlich: "Ich weiß jetzt wie!"-Seiten für Kinder mit Bastelspaß, Anregungen und kniffligen Fragen * Erwachsenen-Seiten mit weiterführenden Erklärungen zum Thema Schwangerschaft, Hebammenbetreuung und Geburtsvorbereitung

Babyfreundliches Krankenhaus

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Wenn Sie Ihr Kind in einem Krankenhaus gebären möchten, dann achten Sie darauf, dass die Kinderklinik im Haus ist. So vermeiden Sie eine Trennung nach der Geburt. Liegen keine weiteren Fehlbildungen oder Krankheiten vor, kann Ihr Baby bei Ihnen im Zimmer bleiben (Rooming in). Erkundigen Sie sich auf jeden Fall vor der Geburt - egal wo - ob Sie eine spezielle Unterstützung und Stillberatung in den ersten Stunden nach der Geburt bekommen können, ob Rooming-in erlaubt ist und welches Fachwissen und Erfahrung die Kinderärzte, die Stillberaterin und die Hebamme mit LKG haben.

Detaillierte Informationen zur Vorbereitung der Geburt, zum ersten Bonding und Stillen, zu Hilfsmitteln, Anlegetechniken und besonderen Erfordernissen finden Sie im Buch "Lippen-Kiefer-Gaumenspalte" von Regina Masaracchia, sowie in der Medela-Broschüre "Lasst uns etwas Zeit".    

Weitere Infos hier.

BONDING (Hautkontakt)

Sofort nach der Geburt kann das BONDING stattfinden und auch danach ist ein enger Haut-zu-Haut-Kontakt zur Mutter, oder zum Vater empfehlenswert. Ziehen sie Ihr Kind dazu bis auf die Windel aus, legen es auf Ihre Brust und decken es zu. Für einen sicheren Bindungsaufbau ist das Tragetuch oder eine andere Tragevorrichtung ein wichtiger Helfer (Buchtipp: Masaracchia Regina: "Gestillte Bedürfnisse. Stillen, Tragen, Schlafen", fidibus Verlag). 

Bindungsaufbau

Tragen und Babymassage

Dr. Evelin Kirkilionis, Verhaltensbiologin und Mitbegründerin der selbstständigen Forschungsgruppe Verhaltenbiologie des Menschen (FVM) und Autorin des bekannten Buches "Ein Baby will getragen sein", Kösel Verlag

"Kinder mit einer Behinderung oder Fehlbildung haben ein anderes Ausgangsniveau und benötigen mehr Förderung, insbesondere natürlich bezüglich ihres speziellen Problemfeldes.Wenn sie nun auch noch auf einer anderen Ebene mangelnde Unterstützung erfahren, wirkt sich dies wahrscheinlich auch auf ihr besonderes Problemfeld aus, da ein Teil ihrer „Kräfte“ auf dieser anderen Ebene gebunden ist. Anders herum formuliert, unterstützt man behinderte Kinder auch in den Bereichen, die nicht zu ihrem Problemfeld gehören, setzt man Ressourcen frei.

(Das vollständige Interview können Sie HIER nachlesen) 

 

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Buchtipp: "Tragekinder", edition riedenburg"

 

Kurzbeschreibung

Familie Winterstein hat Zwillinge bekommen, und wie alle Babys lieben es Max und Marvin, getragen zu werden. So nah am Körper haben sie es kuschelig warm und fühlen den Herzschlag  von Mama und Papa - das ist wundervoll, ganz wie damals in Mamas Bauch! Die große Schwester Charlotte macht es ihren Eltern nach und trägt ihre Puppe Betty nun auch oft im Tragetuch. Doch tragen ist nicht gleich tragen! In einem Tragekurs lernt Mama Isabel, wie sie beide Babys gleichzeitig tragen kann, und Charlotte stellt fest, dass das Tragen auf dem Rücken gar nicht so kompliziert ist. Sogar in Charlottes Klasse wird über das Tragen geredet und darüber, warum schon die Steinzeitbabys Traglinge waren. Übrigens: Nicht nur Mama und Papa können tragen, sondern auch Oma, Opa, Tante, Onkel ... Und wer gleich mit dem Tragen beginnen möchte, der findet in diesem Buch eine Tragefigur zum Ausschneiden und Basteln.

"Ich möchte Eltern, die ein spaltfehlgebildetes Kind erwarten u.a. auf den Weg geben wollen, das Kind in seiner gesamten Persönlichkeit wahrzunehmen und nicht den Blick auf die Spalte reduzieren und sich von Vorstellungen körperlicher Makellosigkeit und dem weit verbreiteten Perfektionismus zu verabschieden."

Mag. rer. nat. Theresia Herbst, klinische Psychologin, Diplompädagogin, Erwachsenenbildnerin, verheiratet und Mutter zweier Kinder in Wien. www.kinderpsychologin.at, www.sicherebindung.at 

IBCLC, Hebamme und Trageberaterin Anja Lohmeier

Die Tragetuchschule, Storchenstr. 7, 31319 Sehnde, Telefon:  0 51 38/61 71 39 
http://www.die-tragetuchschule.de

"Getragen zu werden ist etwas, dass alle Babys - egal ob mit Besonderheiten oder ohne - einfach von ihrer biologischen Ausstattung her erwarten. Es entspricht ihrem Kontinuum (siehe Jean Liedloff). Ein super Tipp auch bei Stillstreik oder -schwierigkeiten aller Art: Körper- und Hautkontakt im Tragetuch herstellen. Über den Hautkontakt von Mensch zu Mensch geschehen faszinierende Dinge in unseren Körpern, über die noch viel zu wenig bekannt ist. Oder nutzen wir dieses Wissen nur nicht?"

(Das vollständige Interview können Sie HIER nachlesen) 

 

Yvonne Jansen-Schulze
Martin-Luther Strasse 56, D-53919 Weilerswist, Telefon: +49-(0)2254-601902
E-Mail: info@ayurvedische-babymassage.de

www.ayurvedische-babymassage.de

"Einfühlsame Berührung hilft dem Kind ein gesundes Körperbewusstsein zu entwickeln. Es braucht zartfühlende, warme Hände, die wissen was sie tun, wenn sie das Baby berühren, sanft streicheln, es festhalten und wiegend im Arm halten, denn all dies hilft anzukommen, ein Körperbewusstsein zu entwickeln, so dass sich laut der Jahrtausende alten Ayurvedischen Gesundheitslehre, die Seele gemütlich im Körper einrichten kann..."  

(Das vollständige Interview können Sie HIER nachlesen) 

"Mein Vater, der heute 84 Jahre alt ist, wurde mit Lippen-Kiefern-Gaumen-Spalte geboren, und er hat sich oft gefragt, ob er gestillt worden ist - was nicht mehr geklärt werden konnte, da seine Mutter schon gestorben war, als diese Frage aufkam (als ich nämlich meine Kinder stillte). Ich denke aber nicht, da damals die Methoden noch viel weniger entwickelt waren und natürlich auch die OP wesentlich komplizierter. Daher schön, wenn diese Kinder die richtige Hilfe bekommen können."

(Vicky Marx von www.mamalila.de)

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